Love

Liebe und Gesundheit
Its all about love aus dem Jahre 2002 ist aufgrund der Filmintensität mit welcher die Zuschauer, die spannende Liebesgeschichte verfolgen, besonders eindrucksvoll. Eine Welt, die sonderbarer nicht sein könnte, und Umstände die in der Realität kaum vorstellbar sind. Aufgrund der dennoch bestehenden Romantik, fiebern die weiblichen Zuschauer besonders mit der Protagonistin Elena alias Clare Danes mit. Ihre unglaubliche Schönheit im Film und ihre Anmut auf dem Eis in ihrer Funktion als Eisprinzessin, sprechen die Bedürfnisse einer jeden Frau an. Wunderschön und im Mittelpunkt der Geschichte das ist es, was Frauen in der modernen Welt auf verschiedene Art und Weise zu realisieren versuchen.
Das Thema Gesundheit wird gerade von Frauen sehr ernst genommen biologische Lebensmittel, eine ausgewogenen Ernährung, Sport aber gerade in diesem Film wird deutlich, dass all das irrelevant ist. Irrelevant im Vergleich zu den vorherrschenden Dogmen. Menschen sterben und niemand sorgt sich wirklich über die bestehenden Zustände. Das Desinteresse am Anderen ist noch überspitzer dargestellt, als es beispielsweise in Großstädten vorherrscht. Gesundheit ist für jeden einzelnen im Rahmen des Egoismus wichtig, aber die Gesundheit der anderen interessiert nicht. Umso spezieller ist der Zusammenhalt der ehemals Liebendenen John und Elena. Fügt man nun die einzelnen Puzzleteile Gesundheit, Liebe und Egoismus zusammen, eröffnet sich einem die Botschaft des Filmes. Wenn man wirklich liebt, verzichtet man auf egoistische Handlungen und sorgt sich um die Gesundheit des Partners. Der Autor des Drehbuches zeigt metaphorisch sogar, was passiert wenn die Liebe fehlt. Ganz gleich ob es sich um die gesellschaftliche Liebe oder die private Liebe handelt es wird kühl. So ist beispielsweise das dauerhafte Sinken der Temperaturen in der Realität unmöglich. Im Film jedoch wird der Schnee im Sommer als Natürlichkeit dargestellt, welche nun parallel zum vorherrschenden zwischenmenschlichen Desinteresse gedeutet werden kann.
Bedenkt man, wie verschwenderisch man heutzutage mit seiner Zeit umgeht und wie viel Kraft und finanzielle Mittel in Dinge investiert wird, die nur oberflächlichen Attributen gut tun, beginnt man mit dem Zweifeln. Im Film werden bestehende Umstände teilweise hinterfragt und teilweise geduldet. Auch in der modernen Welt wird dieses Prinzip genutzt. Beautyreisen sind für die moderne Frau eine natürliche Urlaubsalternative man will entspannen und die Freunde, Verwandte und Kollegen zu Hause nach der Rückkehr mit einem guten Aussehen und tollen Bildern der Reisen beeindrucken. Wie man deutlich erkennt, hat Oberflächlichkeit heutzutage einen extremen Stellenwert den Protagonisten im Film fehlt dafür die nötige Zeit. Sie lieben sich aufgrund einer inneren Verbundenheit und ihres Zusammenhaltes. Und das obschon sie sich schon zu einem früheren Zeitpunkt entfremdet haben. Die thematische Abhandlung des Filmes regt stückweise dazu an, dass man nochmal sorgfältig über die zwischenmenschlichen Verluste der Vergangenheit nachdenkt. Sind ehemalige Beziehungen am Desinteresse gescheitert? Oder aufgrund der Schwerpunktverlagerung hin zur Oberflächlichkeit?
Thomas Vinterberg und Mogens Rukov haben es ermöglicht mit einer scheinbar surrealen Weltanschauung die Vorstellung der Realität zu beeinflussen. Und selbst wenn nur die eigenen Wertevorstellungen kurzzeitig hinterfragt werden, hat der Film möglicherweise eines seiner Ziele erreicht.